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Schüller lädt ein 

 Klassik auf dem Berg

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Osterkonzert:

Am Sonntag konnte ich dem Konzert in Ihrer Kirche beiwohnen.

Als Hobby-Geiger war ich überaus begeistert über das Konzertprogramm, das auf hohem Niveau von dem Streichquartett aufgeführt wurde. Herr Florin Negreanu ist ein Glücksfall für die Gemeinde Schüller und ein großartiger Geiger. Seine Führungsqualität im Ensemble ist vorbildlich. Man kann der Gemeinde nur gratulieren, eine so besondere Persönlichkeit zu haben, der auch mit dem Kulturhaus von Schüller schon soviel bewegt hat.

Ich wünsche Ihnen, dass das gesamte Projekt gelingt und man weiterhin solch tolle Konzerte erleben darf.

Gerade die Kammermusik hat  in der Eifel keinerlei Bedeutung. Somit ist zu wünschen, dass sich in Schüller ein Angebot entwickelt, das in der Eifel hoffentlich Schule macht.

gez. W. Glößner


Höhennest und Heimat für Künstler

In Schüller ziehen renommierte Musiker ein

- Nicht die ersten Kreativen im Dörfchen

- Klassik-Konzert an Ostermontag bei freiem Eintritt

Thront hoch über dem Kylltal und lockt viele Kreative: Schüller, das Künstlerdorf.

(Schüller) Der Zuzug der Kreativen im Eifeldorf Schüller will nicht abreißen: Nach, unter anderen, Georg Meistermann (bis zu dessen Tod 1990) und Rosemarie Trockel nisten jetzt zwei renommierte Musiker im Ort hoch über dem Oberen Kylltal. Und die sind bereits dabei, sich beliebt zu machen.

Schüller. Was ist das nur mit diesem Dörfchen? Warum zieht ausgerechnet Schüller, mit seinen rund 300 Einwohnern, hoch und solo über dem Oberen Kylltal gelegen, so viele Künstler an?
Die Geschichte? Wohl eher nicht, auch wenn immerhin im Jahr 855 Kaiser Lothar dort seine letzte Urkunde unterzeichnete, bevor er sich auf seine finale, kurze Reise machte, ins Prümer Kloster.

Weltspitze aus dem Eifeldorf

Vielleicht ist es ja genau das: die Lage. Da ganz oben ist der Blick frei, die Luft frisch, und vielleicht entsteht deshalb dort so viel Spitzenkunst. Stichwort Rosemarie Trockel: Seit vielen Jahren hat sie in Schüller ihr Zweitdomizil. Die Professorin an der Kunstakademie Düsseldorf, vielfach ausgezeichnet und weltweit geschätzt, macht nicht unbedingt leicht verständliche Skulpturen, Installationen und andere Arbeiten. Aber dass sie im Kunstkompass des Manager-Magazins, einer Art Weltrangliste, seit Jahren unter den ersten Fünf platziert wird, sagt dann doch einiges über ihre Bedeutung aus.
Ähnlich bekannt, ebenfalls ein Wahl-Schüllerer: Georg Meistermann, der von 1972 bis zu seinem Tod 1990 im Dorf lebte und arbeitete (Rosemarie Trockels Haus steht übrigens in der Meistermann-Straße). Eines seiner Bilder löste 1977 einen kleinen Skandal aus: das Porträt von Willy Brandt für die Galerie der deutschen Regierungs-Chefs im Bundeskanzleramt. Brandt war entzückt, Helmut Kohl fand’s gar nicht schön und ließ es später durch ein traditionell gepinseltes Werk ersetzen.
Designprofessor Christof Breidenich entwickelt in seinem Atelier unter anderem seine preisgekrönten Pixelpainting-Aktionen (der TV berichtete). Die Kölner Galerie Holtmann, führend für Kunst von Josef Beuys (im Programm sind auch Sigmar Polke und Gerhard Richter), betreibt im Dorf eine Rahmen-Werkstatt.

Und jetzt kommt auch noch Musik in die Gemeinde: Jüngster Zuzug ist der niederländische Organist und Komponist Hendrik Timmerman. Ebenfalls ein Neuschüllerer: Florin Negreanu, Viola- und Cellospieler beim Kammerorchester Sinfonia Rotterdam und beim Gaudi Quartett - mit beiden Formationen tritt der gebürtige Rumäne international auf.

Ein Glücksfall für den Ort

Negreanu kaufte die 100 Jahre alte Schule und brachte sie zunächst außen wieder in Schuss, derzeit wird drinnen gearbeitet - und wenn alles renoviert ist, soll dort auch das ein oder andere Konzert zu erleben sein.Ebenso ein "Glücksfall für das Dorf und die Kirchengemeinde", sagt Ortschronist Werner Kandels, sei Hendrik Timmerman. Der studierte Kirchenmusiker, frühere Kantor der "Grote- of St. Laurenskerk" in Alkmaar, Leiter des Noordhollands Jongenskoor, Barock- und Bach-Spezialist mit etlichen CD-Veröffentlichungen, stellt sich den Schüllerern bereits als Kirchenorganist zur Verfügung: Von kompetenteren "Händen und Füßen" (Werner Kandels) dürfte die Schüllerer Orgel noch kaum gespielt worden sein.
Nicht nur die: "Ich spiele auch in Gönnersdorf, Lissendorf, Jünkerath oder Stadtkyll", sagt Timmerman. "Wenn man mich braucht, dann komm ich. Kein Problem."
Zwar seien die Orgeln hier kleiner als die Instrumente, die er früher bedient habe: Aber, da macht er keinen Stress, "das geht doch." Nein, er macht das gern. Zumal er hier auch Zuhörer hat: "In Holland geht man nicht mehr in die Kirche. Hier in Deutschland funktioniert das noch", sagt der 72-Jährige. Und was ist das Geheimnis an Schüller? Warum zog er dorthin? Welcher Zauber hat das bewirkt? Nix Zauber: "Die gesunde Luft. Die Ruhe." Und, ach ja: "Die Häuser sind nicht teuer." Sagt auch Christof Breidenich. Aber: Schön ist es da oben in Schüller trotzdem.

Quelle: Trierischer Volksfreund, Ausgabe vom 25. März 2016, Text und Foto Fritz-Peter Linden

Nachtrag:

Die Musiker konnte man am Ostermontag, 28. März, in einer voll besetzten Kirche  in Aktion erleben, sie spielten ein kleines klassisches Konzert in der Pfarrkirche. Beginn war um 18 Uhr, der Eintritt frei. Neben Negreanu und Timmerman waren dabei Ulrike Rocholl und Ingrid Lubbers an der Violine. Auf dem Programm standen Werke von Georg Friedrich Händel, Antonio Vivaldi, Georg PhilippTelemann und Johann Sebastian Bach.


Eine kleine Bilderauswahl vom gut besuchten

Konzert am 17. Oktober 2016 (Kirmesmontag)

   

 

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